Steffen
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27 Oct 2005 11:50:36
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Bluttest kann den Krebs im Frühstadium aufspüren Ein neues Verfahren soll helfen, zahlreiche Todesfälle bei Darmkrebs zu vermeiden
Ein deutsch-amerikanische Forscherteam entwickelte einen Bluttest für Darmkrebs.
Foto: PhotoDisc Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam hat einen neuen Bluttest entwickelt, der Darmkrebs bereits im Frühstadium aufspüren kann. Das Verfahren sucht veränderte Erbgutstückchen, die vom Tumor aus ins Blut gelangen. Die Wissenschaftler hoffen, den Test für andere Krebsarten weiterzuentwickeln, besonders für solche, für die es keine anderen Früherkennungsverfahren gibt, wie Lungen- oder Magenkrebs. Das schreiben die Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften.
Das Team um Bert Vogelstein von den Johns Hopkins Medical Institutions in Baltimore sowie Kerstin David und Hartmut Juhl vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg bedienten sich einer Technik zum Nachweis winziger Mengen von verändertem Erbgut im Blut. Damit fanden sie zunächst heraus, dass sich im Blut von Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs vermehrt eine mutierte Version des so genannten APC-Gens befindet. Anschließend zeigten die Wissenschaftler, dass sich dieses mutierte Gen auch bei mehr als 60 Prozent der untersuchten Patienten nachweisen ließ, die sich noch in einem sehr frühen Krebsstadium befanden.
Der Test sei damit nicht so empfindlich wie etwa der Stuhltest zur Früherkennung, bei dem ebenfalls nach mutierter DNA gesucht werde. Allerdings ist eine Blutentnahme unkomplizierter als ein Stuhltest und die Bereitschaft zur Durchführung einer solchen Untersuchung vermutlich höher, schreiben die Wissenschaftler. Selbst wenn nicht alle Kranken mit dem Testverfahren frühzeitig aufgespürt würden, könnten zahlreiche Todesfälle verhindert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krebs allein durch die operative Entfernung des Tumors heilen lässt, steigt, je eher der Tumor entdeckt wird. dpa/GesundheitPro.de; 25.10.2005
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