Steffen
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11 Oct 2004 20:16:28
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Special mit Hinweisen zur Vorsorge und zum Umgang mit der Erkrankung
Von Karin Preuß
Nach Tumoren der Brust bei Frauen bzw. der Lunge bei Männern ist Darmkrebs in Deutschland die zweithäufigste Krebsart überhaupt. Jährlich sterben 30.000 Betroffene. Den Schlüssel zur Senkung der Sterblichkeitsrate sehen die Experten vor allem in der konsequenten Nutzung vorhandener Früherkennungsmethoden. Denn Darmkrebs kann bereits vor dem Auftreten von Symptomen entdeckt werden – bei den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, die die Krankenkassen aus gutem Grund für alle männlichen Versicherten ab 45. Lebensjahr, für Frauen sogar schon ab 20. Lebensjahr finanzieren. Für neun von zehn Darmkrebspatienten könnte die Früherkennung lebensrettend sein. Wenn jeder Bürger ab 45 Jahren regelmäßig einen Test auf verdecktes Blut im Stuhl (Hämocculttest) machen und alle zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen würde, könnten Jahr für Jahr 15.000 Menschenleben gerettet werden.
Leider nimmt aber momentan noch nicht einmal jeder fünfte gesetzlich Krankenversicherte diese Chance zur Vorsorge wahr. Gerade einmal 13 Prozent aller Männer und 23 Prozent lassen mit einem Hämocculttest ihr Darmkrebsrisiko testen.
Darmkrebs gilt als heilbar, weil er nur sehr langsam wächst. Seine Vorstufen lassen sich leicht entfernen. Das Tückische ist allerdings, dass Darmkrebs erst in fortgeschrittenem Stadium Beschwerden verursacht. Die Hälfte der Patienten hat bei der Diagnosestellung bereits Metastasen in anderen Organen gebildet – die Heilungschancen sind dann nur noch gering.
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